Anliegen
Osteopathie bei Kiefergelenkbeschwerden und CMD in Mainz
Knirschen, Knacken, eingeschränkte Mundöffnung: Das Kiefergelenk hängt eng mit der oberen Halswirbelsäule zusammen – in beide Richtungen.
Warum der Nacken mitbehandelt wird
Die Kaumuskulatur und die Nackenmuskulatur teilen sich Versorgungsgebiete im Nervensystem. Eine Einschränkung im oberen Nacken kann deshalb Beschwerden im Kiefer unterhalten und umgekehrt. Genau deshalb wird in der Behandlung beides angesehen, nicht nur der Kiefer.
Osteopathische Behandlung und eine Aufbissschiene vom Zahnarzt ergänzen sich gut. Bewährt hat sich, zuerst den Körper einzustellen und die Schiene möglichst direkt im Anschluss anfertigen zu lassen. So wird die Verbindung in beide Richtungen genutzt – vom Körper zum Kiefer und vom Kiefer zum Körper.
Wie eine Behandlung abläuft
- Gespräch. Wann hat es angefangen, was macht es besser, was schlechter, was ist vorher passiert? Oft liegt der entscheidende Hinweis in einem Ereignis, das Sie selbst gar nicht mit Ihren Beschwerden verbinden.
- Untersuchung. Ich teste den gesamten Körper von oben nach unten auf Beweglichkeit und Gewebespannung, nicht nur dort, wo das Problem liegt.
- Behandlung. Manuelle Techniken am Bewegungsapparat, an den Organen und ihren Aufhängungen oder an den Nervenstrukturen – je nachdem, wo die Kette ihren Anfang nimmt.
- Was Sie mitnehmen. Übungen für zu Hause – so viele, wie Sie brauchen. Weil ich den ganzen Körper teste, gehören meist auch Übungen für Einschränkungen dazu, die an einer ganz anderen Stelle liegen als das Problem.
Was die Forschung zeigt
Beispiele aus der Forschung
Zu Kiefergelenkbeschwerden gibt es zahlreiche Studien. Hier steht eine Auswahl.
- Manuelle Therapie bei Kiefergelenkbeschwerden Weniger Schmerzen, kurz- wie langfristig, und eine größere Mundöffnung.
- Behandlung der Halswirbelsäule bei Kieferbeschwerden Die Behandlung am Nacken senkte den Gesichtsschmerz und verbesserte die Kieferfunktion – ein Beleg für den Zusammenhang zwischen beiden Regionen.
- Manuelle Therapie im Vergleich zur Aufbissschiene Vergleichbare Verbesserungen bei Schmerz, Mundöffnung und Lebensqualität wie mit der Schiene.
Häufige Fragen
Wie viele Termine brauche ich?
Das hängt davon ab, wie lange die Beschwerden bestehen. Bei etwas Akutem reichen oft wenige Termine, bei über Jahre gewachsenen Mustern dauert es länger. Nach der ersten Behandlung können wir das besser einschätzen.
Muss ich vorher zum Arzt?
Nicht zwingend. Wenn Sie eine Aufbissschiene bekommen sollen, ist es günstig, den Termin beim Zahnarzt möglichst direkt nach der osteopathischen Behandlung zu legen. Sprechen Sie mich dazu gerne an.
Was kostet das?
Gesetzlich Versicherte zahlen 100 € pro Behandlung, privat Versicherte je nach abgerechneten Leistungen 100 bis 150 €. Eine Einheit dauert 50 bis 60 Minuten. Viele gesetzliche Kassen beteiligen sich anteilig. Details finden Sie unter Preise und Kostenerstattung.
Osteopathie ersetzt keine ärztliche Diagnostik und Behandlung. Ob eine osteopathische Behandlung für Ihr Anliegen sinnvoll ist, klären wir im Erstgespräch. Ein bestimmter Behandlungserfolg lässt sich nicht zusagen.